Vom Getränkekarton zur nachhaltigen Versandbox

Fünf Studenten der KIT-Fakultät Chemieingenieurwesen und Verfahrenstechnik entwickeln Recyclingkonzept für Mehrschichtverpackungen

Ob Milch, Saft oder Käseaufschnitt: Lebensmittelvorräte bleiben dank ausgeklügelter Verpackungen lange frisch, aromatisch und geschützt. Meist sind diese Hüllen aus einer Kombination unterschiedlicher Kunststoffe hergestellt, die miteinander verbunden sind. Diese Multilayerverpackungen bestehen aus einzelnen millimeter- bis nanometerdünnen Schichten unterschiedlicher Kunststoffe wie Polyethylen, Polypropylen oder PET. Die einzelnen Schichten werden mithilfe von Kunststoffklebern wie beispielsweise Polyurethan zusammengehalten. Sie lassen sich nicht mit klassischen Verfahren wie Zerkleinern, Sieben und Zentrifugieren voneinander trennen und auch nicht durch Wärme voneinander lösen, da ihre Schmelzpunkte zu nahe beieinanderliegen. „Unsere Idee ist es, ein Verfahren zu verwenden, bei dem Lösungsmittel den Kleber zwischen den Folien herauslösen, um sie sortenrein zu trennen“, sagt Paul Neugebauer, Master-Student in Chemieingenieurwesen und Verfahrenstechnik am KIT. Er und vier weitere Nachwuchsingenieure aus demselben Semester haben einen Recycling-Prozess entwickelt, der nach beschriebenem Prinzip reine Kunststoffe aus Multilayerverpackungen gewinnt. Recycled Polymer Packaging Karlsruhe, kurz RepoPaK, nennen die Studenten die nachhaltige Versandkiste, welche aus den Altkunststoffen hergestellt wird.

Mit ihrem Konzept überzeugten sie beim bundesweiten chemPLANT-Wettbewerb der kreativen jungen Verfahrensingenieure (kjVI) in der Gesellschaft Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) und erhielten 2021 den ersten Preis. Die Herausforderung war, ein innovatives, nachhaltiges und wirtschaftliches Konzept für das Recycling hin zu einem höherwertigen Produkt zu entwickeln. Mehr Informationen.

Team KIT
Das Team des KIT war mit seiner Recyclingidee beim chemPLANT-Wettbewerb des VDI erfolgreich: Lukas Richter, Tom Poppe, Philipp Beeskow, Jonas Jaske, Paul Neugebauer. (v. l. n. r.; Foto: Tom Poppe, KIT)

Ausschreibung: Peter-und-Luise-Hager-Preis der KIT-Stiftung 2022

Kirschprivat
Peter-und-Luise-Hager-Preis 2021 für Dr.-Ing. Hannah Kirsch

Für ihre herausragenden experimentellen und theoretischen Arbeiten zur systematischen Untersuchung der Prozessintegration von Fischer-Tropsch-Synthese und hydrierender Spaltung mit Blick auf eine möglichst einfache Verfahrensgestaltung für dezentrale Anlagen zur Herstellung drop in-fähiger synthetischer Kraftstoffe erhält Frau Dr. Ing. Hannah Kirsch den Peter-und-Luise-Hager Preis 2021. Herzlichen Glückwunsch!

HN
Hans Rumpf-Medaille für Prof. Dr.-Ing. Hermann Nirschl

Prof. Dr.-Ing. Hermann Nirschl wird von der DECHEMA für seine herausragenden Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Mechanischen Verfahrenstechnik mit der Hans Rumpf-Medaille geehrt. Wir gratulieren sehr herzlich!

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